Dienstag, 18.08.2015

Zurück in Deutschland

Soo, jetzt bin ich ja schon länger als einen Monat wieder in Deutschland und ich muss sagen, dass ich es mir nicht so schwer vorgestellt hatte.

Zuerst einmal hat mich meine Familie mit mehreren Freunden am Flughafen abgeholt, was schon die erste Überraschung war, denn ich hatte eigentlich nur mit meiner Familie gerechnet. Sie hatten eine große Deutschlandfahne mit wo alle drauf unterschrieben hatten. Ich war einfach so fertig und wusste gar nicht wirklich was gerade passiert!  
Danach sind wir dann zu mir nach Hause gefahren wo noch mehr Familienmitglieder auf mich gewartet hatten. Natürlich hab ich mich erst einmal wieder umgesehen und geguckt, was sich so verändert hatte. Dann wurde zu mir gesagt, lass uns doch mal alle in das Wohnzimmer gehen. Was da auf mich gewartet hat, damit hätte ich nie gerechnet. Alle meine Freunde standen vor mir und haben mich mit erwartungsvollen Gesichtern angeguckt. Ich konnte nicht anders als wieder einmal los zu heulen, was ich davor schon gefühlt 100 Mal gemacht hatte. 
Heißt am Ende saß ich mit all meinen Freunden, meiner Familie und der gesamten Nachbarschaft in unserem Wohnzimmer! Ich war einfach nur überwältigt und super froh alle wieder zu sehen :-)

Bevor ich angekommen bin

Meine Mami und ich

Meine beste Freundin und ich

Alle die am Flughafen auf mich gewartet haben :-)

Die ersten Wochen in Deutschland waren super schwer für mich.. Ich konnte nichts mehr im Haus finden, Klamotten hatte ich auch nicht mehr viele, das Deutsch sprechen hat sowieso nicht mehr geklappt und ich hab einfach die ganze Zeit nur an Brasilien gedacht.. Es hat sich erst immer so angefühlt, als wenn ich Urlaub in Deutschland machen würde und nach einer Woche wieder zurück fliegen würde, aber das war nicht der Fall. Ich hab alles so schrecklich vermisst und konnte mir nicht vorstellen jetzt einfach in Deutschland zu bleiben, kein Portugiesisch mehr zu sprechen, kein brasilianisches Essen mehr zu essen und keine brasilianischen Leute mehr um mich zu haben.

Jetzt ist es nicht mehr so schlimm und alles ist schon wieder halbwegs normal geworden, aber vermissen tu ich trotzdem alle und auch die brasilianische Herzlichkeit und Offenheit fehlen mir sehr dolle. Als ich nämlich angekommen bin wollte ich alle umarmen oder auf die Wange küssen.. dass das auf die Wange küssen zu viel ist kann ich ja noch verstehen :D Aber umarmen ist nun wirklich nichts Schlimmes aber irgendwie waren da trotzdem nicht alle von begeistert :D

Jedes Mal wenn ich mir jetzt Bilder von Brasilien, meinen Familien, Freunden; reisen und den Austauschschülern angucke, kann ich nicht glauben, dass das Jahr so schnell umgegangen ist und würde ich am liebsten sofort wieder zurück fliegen :(
Es ist klar, dass ich auf jeden Fall nochmal nach Brasilien fliege und auch meine Freunde in der ganzen Welt besuchen möchte, aber nun muss ich vielleicht doch erstmal meine Schule zuende machen. Und da ich auch gerade voll dabei bin meinen Führerschein zu machen könnte ich damit jetzt auch schlecht aufhören :D

Aber trotzdem ist es immer wieder schön in Deutschland ♥♥

Eure Mareike :-)

Freitag, 03.07.2015

Meine letzten Wochen in Brasilien

Hallo meine Lieben!

Tut mir leid, dass es schon so lange her ist, dass ich was geschrieben hab, aber im Moment ist alles etwas komisch, weil ich ja schon bald wieder nach Hause komme und dann war ich oft nicht zuhause und manchmal vielleicht auch ein bisschen faul… aaaber jetzt hört ihr nochmal wieder was :-)

Zuerst einmal war ich ja in Sao Paulo und es war super gut. Erstmal habe ich alle meine Freunde von den Reisen wiedergesehen und natürlich habe ich auch wieder viele neue Leute kennen gelernt. Auch habe ich Leute aus Deutschland aus meinem Distrikt getroffen und sogar ein Rotarymitglied aus meinem Rotarydistrikt in Deutschland. Da habe ich mich echt super drüber gefreut, weil ich damit auch gar nicht gerechnet hatte.
Dann haben wir also eine Stadtrundfahrt gemacht, haben das Fußball Museum besucht, wo ich mich persönlich sehr drüber gefreut habe. Dort habe ich mir dann auch ein blaues Brasilientrikot gekauft, wo ich sehr stolz drauf bin :-) Dann waren wir noch in einem großen Markt, wo es Fisch, Gemüse und einfach alles Mögliche gab. Es war ganz nett, nur war der Geruch nicht gerade der Beste :D

Im Fußballmuseum

Im Fußballmuseum

Im Fußballmuseum - Frauenfußball!!

Im Fußballmuseum

Fußballmuseum von außen

Ich und mein brasilien Trikot

Großer Markt

 

Danach sind wir dann zu der großen Rotaryveranstaltung gefahren und es war noch besser als ich es mir vorgestellt hatte. Zuerst hatten wir ja alle unsere Blazer an, heißt jede drei Minuten kam jemand an und wollte ein Foto mit uns machen :D Da natürlich Leute aus ganzer Welt da waren, haben nicht alle Portugiesisch gesprochen, da ich aber nur noch Portugiesisch spreche habe ich das manchmal vergessen und die Personen haben mich nur komisch angeguckt, weil sie einfach kein Stück verstanden haben :D
Dann gab es dort eine große Präsentation mit Feuerspuckern und allem Drum und Dran und danach hat der Rotarypräsident dann geredet und alle Länder wurden mit ihren Flaggen vorgestellt. Ich wusste gar nicht dass einige Länder davon existieren, aber war auch mal ganz interessant :D Und wie schon  gesagt waren wirklich Leute aus aller Welt dabei, au Ägypten, Thailand Südafrika und was weiß ich nicht für Länder :-)
In dem Gebäude der Rotaryveranstaltung gab es dann viele Stände mit verschiedenen Sachen sowieso Schmuck, Pins, Klamotten oder sonstiges und natürlich auch etliche Essensvarianten.
Nach dem wir dann wieder ins Hotel gefahren sind hat man dann noch die ganze Zeit was mit den Austauschschülern gemacht und danach ging es auch schon wieder nach Hause. Heißt man musste sich mal wieder verabschieden und wenn man dann daran denkt, dass man diese Personen einfach für Jahre nicht mehr wieder sehen wird ist das schon etwas komisch…

Austauschschüler (USA, Taiwan, Mexiko, Deutschland)

Mexiko, Deutschland

  

Mexiko Deutschland und ein Mann wo uns einfach nur die Jacke gefallen hat und wo mir am Ende aufgefallen ist, dass er gar kein Portugiesisch versteht :D

Deutsches Distriktmitglied und meine Freundin aus meinem deutschen Distrikt

Große Vorstellung

 

Dann war ich aber auch wieder Zuhause angekommen und bin ich mit meiner Familie zu einem Mittagessen meines Rotaryclubes gefahren. Da habe ich dann auch mal die Familie der Rotarymitglieder kennen gelernt und es war wirklich super nett :-) Zu essen gab es übrigens die typisch brasilianische Feijoada und es war in einer abgelegenen Ferienhütte.

Rotaryfrauen

Rotarymitglieder am Essen machen

Meine zweite Familie und ich

Meine zwei Mütter und ich

Den Rest meiner Zeit habe ich oft mit den Austauschschülern aus meiner Stadt verbracht, weil dann hieß es auch schon für die ersten wieder nach Hause zu fliegen. Zuerst ist meine Freundin aus Belgien nach Hause geflogen und den Abend davor hat sie noch eine Abschlussfeier mit allen ihren Freunden gemacht. Natürlich war es ein schöner Abend und wir haben uns alle gut amüsiert, doch am Ende war ich einfach nur noch fertig. Denn wir sind sozusagen alle eine Gruppe, die Austauschschüler hier in meiner Stadt und wenn eine Person dann nicht mehr da ist, ist es nicht mehr das Selbe. Ich weiß zwar auch dass Belgien direkt neben Deutschland ist, aber ich weiß dass es nicht so einfach wird alle wieder zu sehen… Deshalb sind wir nach diesem Abend alle heulend nach Hause gefahren, mit dem Gedanken, dass es jetzt einfach immer weniger Austauschschüler werden und wenn man selber dann nach hause fliegt, ist endgültig alles vorbei! 

Abschied von Belgierin

Austauschschüler aus Cascavel ♥

Ich und Lucie (Belgierin)

Cascavelmädels

Cascavelmädels

Cascavelmädels


Da eine Woche danach auch die Amerikanerin nach Hause geflogen ist, wurde es nur noch schlimmer. Auch den Abend vor ihrer Abreise war super und wir haben danach auch bei ihr geschlafen und waren am nächsten Morgen mit am Flughafen, aber als wir alle am Flughafen waren, wurde es nur noch schlimmer. 
Und jetzt auch noch daran zu denken, dass ich die nächste bin die nach Hause fliegt, macht mich einfach super traurig. Natürlich freut man sich alle wieder zu sehen. Aber man hat sich in knapp einem Jahr alleine ein neues Leben aufgebaut und das für immer zu verlassen, ist für mich einfach unvorstellbar.
Naja, auf jeden Fall genieße ich die Zeit noch mit allen und irgendwann ist dann auch mein Tag gekommen..

Abschiedsfeier von Amerikanerin

Mädelstag

Wenn mich jetzt jemand fragt, ob ich zu meinem Austausch einen Vortrag halten kann, bin ich immer sofort dabei. Nur das Problem ist immer, dass ich nicht aufhöre zu reden. So war es auch bei einem Rotaryvortrag den ich gehalten habe. Ich habe angefangen zu reden und wollte nicht mehr aufhören.. nachdem ich aber irgendwann aufgehört hab und mich wieder hingesetzt hab dachte ich mir, mist du hast sooo viele Sachen vergessen. Und wenn man drüber nachdenkt ist das ja eigentlich auch etwas Gutes, dass ich so viel darüber erzählen kann. Aber wie soll mein ein Jahr voller Erfahrungen schon in 10 Minuten zusammen fassen :D

Rotaryvorstellung

Dann habe ich mit meiner Dänischen Freundin noch einen anderen Vortrag über unsere Länder gehalten und das war auch echt richtig gut. Mit dem Portugiesisch ist das auch echt überhaupt kein Problem. Bei den Zahlen habe ich vielleicht etwas länger überlegt, aber das hat mir auch keiner übel genommen :D

Rotaryvorstellung mit Dänin

Eines Tages hatte mich eine Freundin der Dänen dann gefragt, ob wir nicht eine Überraschungsparty für sie machen wollen, weil wenn sie nach Hause fliegt sind viele ihrer Freunde nicht da, ich übrigens auch nicht, weil ich einen Tag vorher fliege. Aber auf jeden Fall haben wir dann einen Partyraum organisiert, den brasilianisch dekoriert und dann alle ihre Freunde eingeladen. Zu ihr haben wir einfach gesagt, dass wir uns zum Filme gucken treffen wollten. Als sie dann in den Raum gekommen ist, hat sie sich total erschrocken, aber danach super gefreut. Also hat alles super geklappt :-) Danach haben wir noch alle zusammen Pizza gegessen!

Vor der großen Überraschung

Zum Schluss hat mich noch ein Freund aus Argentinien besucht, den ich vor ungefähr vor einem Jahr bei meiner Tante Linda auf dem Geflügelhof  kennen gelernt hatte. Dort hat er mir erklärt dass er zwar in Argentinien, aber an der Grenze zu Brasilien wohnt, also wäre es kein Problem mich zu besuchen, weil es super nah dran ist. Ich hatte nicht daran geglaubt, dass er mich wirklich besuchen kommt. Aber einen Tag stand er dann vor der Tür und ja :D
Verständigen konnten wir uns super, weil er auch Portugiesisch spricht und er hat sich auch super mit meiner Familie verstanden, da er Buchhaltung studiert und meine Eltern eine Firma für Buchhaltung haben :-)

Mein argentienischer Freund und ich

Heute war dann auch mein letzter Schultag, was einfach super komisch war. Ich hab mir die ganze Zeit gedacht, dass ich nie wieder in diesem Klassenraums´sitzen werde, hinter Jungs die sich wie Kleinkindern benehmen und neben meiner besten Freunden mit der ich mich die ganze Zeit über alles mögliche lustig gemacht habe.. 

So schnell ist die Zeit dann auch schon wieder vergangen und jetzt habe ich nur noch 10Tage bis mein Flug nach Deutschland geht.. Ich hab es noch gar nicht realisiert, dass dieses Jahr einfach so schnell geflogen ist und ich mich in den nächsten Tagen von allen verabschieden muss.. von den besten Freunden die ich in dieser „kurzen“ Zeit gemacht hab, von liebevollen Familien und von ganz Brasilien. Alle meine Sachen wieder in Koffer packen zu müssen und in mein „altes“ Leben zurückkehren. Aber dies alles werde ich sowieso erst realisieren, wenn ich im Flugzeug bin, oder spätestens wenn ich in Deutschland ankomme!

Also machst gut und bis in 10 Tagen ♥

Montag, 25.05.2015

Distrikttreffen

Ich hab mal wieder was zu berichten! :-)
Es ist jetzt zwar schon ein paar Wochen her, aber ich hab es irgendwie vergessen in meinen Blog zu schreiben :D

Denn ich hatte ein Treffen von meinem Rotarydistrikt hier in Brasilien. Heißt alle Rotarymitglieder aus meinem Distrikt und die Austauschschüler und dazu noch die Brasilianer die demnächst einen Austausch machen werden haben sich in der Stadt Guarapuava getroffen. Die ist mit dem Auto ungefähr 3 1/2 Stunden von meiner Stadt entfernt.

Ich bin dann einen Freitag gegen Abend mit dem Präsidenten aus meinem Rotaryclub und zwei anderen Mitgliedern nach Guarapuava gefahren. Diesen Freitagabend musste wir Austauschschüler alle unsere Blazer anziehen und mit der Landesfahne und einem ausgewähltem Lied in den vollen Saal einlaufen. Als alle Länder und Austauschschüler vor der Bühne standen, hat eine Austauschschülerin aus Belgien dann angefangen zu singen.

Danach sind wir alle wieder zurück gegangen und durften etwas essen und trinken :-)

Dieses Wochenende habe ich übrigens in einer ausgewählten Familie von Rotary verbracht, die echt nicht hätte besser sien könnte. Ich hatte einen Bruder der 21 Jahre alt ist und vor ein paar Jahren Austausch in Deutschland gemacht hat und einen 24 jährigen Bruder. 

Am nächsten Tag sind wir morgens wieder zum Veranstaltungsort gefahren und haben dort gefrühstückt. Anschließend haben dann die jeweiligen Austauschschüler für deren Land einen Informationstisch aufgebaut. Ich stand da dann also mit 4 anderen Deutschen und wir mussten unser Land für alle Leuten, die vorbei gekommen sind, präsentieren.

Am gleichen Tag stand Abends dann ein großes Fest satt mit allen Rotariern und uns Austauschschülern. An diesem Abend hat eine deutsche  "Volksband" gespielt, also war ich tootal in meinem Element :D Ich bin zwar kein wirklicher Fan von deutscher Volksmusik, aaaber diesen Abend habe ich es ehrlichgesagt geliebt :D !! Gruß meinen Papi und Oma und Opa, das freut euch bestimmt:D 

Leider habe ich auch an diesem Abend so gut wie alle Austauschschüler zum letzten Mal gesehen und ich kann euch nicht beschreiben wie schwer es mir gefallen ist.. Beim verabschieden habe ich natürlich wieder geweint, ohne geht es ja auch nicht.. aber wenn ich mir vorstelle, dass ich jetzt Freunde auf der ganzen Welt habe, mit denen ich eine wunderbare Zeit verbringen durfte, es aber denke ich Jaaahre dauern wird bis ich alle wieder sehen werde, könnte ich glatt schon wieder anfangen zu weinen. Man merkt einfach nicht wie wichtig einem diese Menschen werden, nur wenn sie dann auf einmal alle gehen kriegt man es zu spühren. 

Also bin ich dann heulend in das Auto von meiner Familie gestiegen, die dann noch die übriggebliebenden Austauschschüler in deren Haus eingeladen haben. Bis spät in die Nacht saßen wir also alle noch zusammen und haben die letzte Zeit zusammen verbracht.

Am nächsten Tag hat meine Familie dann noch Churrasco gemacht und danach bin ich dann auch schon wieder mit Bus nach Hause gefahren.

Alle Austauschschüler vor der Bühne

Belgierin beim singen

USA

Indien

Belgien

Finnland

Taiwan

Frankreich

Schweiz

Japan

Mexiko

Dänemark

 

Polen

Deutschland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mexiko - Deutschland

 

Deutschland - Brasilien

 

 

 

Deutschland - Dänemark

Deutschland

 

Deutschland - Mexiko - Indien

Deutschland - Mexiko

Deutschland - Polen - Mexiko

Deutschland - Mexiko

Deutschland - Taiwan

Deutschland - Brasilien - Belgien

Deutschland - Kanada - Mexiko - Polen

Deutschland - USA

Deutschland - Polen

Deutschland  - Finnland

Deutschland - Japan

Japan - Deutschland

Deutschland - Frankreich

Deutschland - Kanada - Polen

Deutschland - Kanada

 

Festsaal am Samstag Abend

 

Nach diesem Wochenende habe ich einfach gemerkt, wie schnell man zu einer großen Familie werden kann und ich hoffe, dass ich jeden einzelnen irgendwann wieder sehen werde!

 

Soooo, nächste Woche fahre ich dann nach Sao Paulo zu einem weltweiten Rotarytreffen wo ich mich einfach schon unglaublich drauf freue :-)

Danach hört ihr wieder von mir - Liebe Grüße ♥

Mittwoch, 13.05.2015

Amazonia ♥

Hallo meine Lieben :-)

Ich weiß, es ist schon lange her, dass ich etwas in meinen Blog geschrieben habe und eigentlich wollte ich auch noch vor meiner Reise zum Amazonas einen Blogeintrag machen, aber dann bin ich da irgendwie doch nicht mehr zu gekommen.

Allgemein geht’s mir einfach immer noch super gut und es könnte gar nicht besser für mich laufen!

Wie vielleicht schon viele von euch wissen, habe ich eine Reise zum Amazonas gemacht – für 9 Tage mit 80 Leuten aus der ganzen Welt, verteilt auf vier Booten! So gut wie keinen Kontakt zu der Außenwelt und auch ohne Uhrzeit, außer wenn man sie von der Sonne ablesen konnte.

Was ich erst einmal sagen  muss, bevor ich zum Amazonas geflogen bin dachte ich mir schon, dass es etwas ganz besonderes wird und es diesen Ort nur einmal auf der ganzen Welt gibt. Aber meine Gedanken nach der Reise über den Amazonas sind ganz anders.

Naja, aber zuerst einmal  bin ich mit dem Flugzeug alleine von Foz do Iguassu nach Sao Paulo geflogen und dann mit ganz vielen anderen Austauschschülern nach Manaus, die Hauptstadt vom Amazonas. Dort hat sich dann die ganze Gruppe getroffen und wir sind alle zusammen zum ersten Hotel in Manaus gefahren.  Natürlich musste man sich dann erstmal kennen lernen, obwohl ich aber auch schon viele Leute kannte. Doch bei 80 Austauschschülern kann man dann doch nicht jeden kennen.

Zuerst sind wir dann erstmal ein bisschen durch die Stadt gefahren haben uns alles ein bisschen angeguckt wie zum Beispiel das große und berühmte Teather und einen großen Markt, wo wir noch einige Souvenirs kaufen konnten.

Theater in Manaus

Abends gab es eine Präsentation über den Amazonas und die vier Boote wurden aufgeteilt. Es gab ein Faultier-, Delfin-, Krokodil- und Schlangenboot. Ich war mit ein paar von meinen Freunden auf dem Faultierboot :D Auf einem Boot waren ungefähr 20 Personen mit einem Betreuer, einer Putzfrau, einem Guide für den Amazonas und 2 Personen die sich um das Boot gekümmert haben.

Aufkleber auf unserem Boot

Dann sind wir abends zu einem großen Wald gefahren und sind die Nacht über mit Taschenlampe durch den Wald gelaufen. Zwischendurch gab es dann mal kleine Flüsse die durchquert werden mussten, Wasserfälle oder einem See in dem gebadet wurde. Da es im Amazonas super warm ist, war da kein Problem, jedoch ist die Luftfeuchtigkeit auch sehr hoch, was heißt, dass man nach einer Dusche eigentlich schon wieder Duschen konnte. Auf jeden Fall sind wir dann durch den Wald gewandert, was gar nicht mal so einfach war da man nur mit der Taschenlampe gucken  musste wo man hintritt und was man anfässt. Ich hab dann zwischendurch mal an einen Baum gefasst der voller Ameisen war, fand ich nicht so witzig, weil es keine normalen Ameisen waren und deshalb super weh getan hat, aber gestorben bin ich dann doch nicht. Dann sind wir dort noch in eine Höhle voll mit Fledermäusen gegangen und ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so viele Fledermäuse auf einem Fleck sehen würde. Zurück im Hotel haben wir noch eine Tanzshow angeguckt. Vorgestellt wurden typische Tänze aus dem Amazonas! Es war echt super anders, mit Kostümen die ich im Leben noch nicht gesehen habe. Deshalb war es sehr interessant und am Ende durften wir dann alle auch noch mittanzen :-)

Fledermaushöhle

Tanzgruppe

 

Tänzer und ich

Am nächsten Tag sind wir morgens noch zu einem Fluss gewandert in dem wir baden und reinspringen konnten und danach haben wir uns auf den Weg zum Hafen und unseren Booten gemacht.

 

Fluss

Dann sollte es also losgehen: ins Nichts, zu den Ureinwohnern und zu Tieren die man wenn überhaupt nur im Zoo sieht. Eine Reise wie aus einem Film!

Erstmal zu unseren Booten. Die Boote hatten zwei Etagen. Unten hatten wir unsere Koffer und Wäscheleinen, 2 Toiletten, und 2 Duschen. Oben war ein ganz offener Bereich mit Sofas und Liegen. Was man dazu sagen muss, dass das Boot an den Seiten offen war. Heißt, dass es sozusagen nur Boden und Decke gab und du konntest die ganze Zeit in die Natur gucken. Und immer wenn wir zu einem anderen unerreichbaren Ort fahren wollten, gab es kleine Boote die uns überall hinbringen konnten. Abends wenn wir schlafen gegangen sind, hat jeder seine Hängematte genommen und dann wurde im oberen Bereich des Bootes sozusagen eine Schlaflounge aus Hängematten gemacht. Einschlafen mit dem Sonnenuntergang und Naturgeräuschen. Morgens aufwachen mit dem Sonnenaufgang und den Tieren. Sowas habe ich wirklich noch nie in meinem ganzen Leben erlebt! Auch wenn die Hängematten jetzt nicht so bequem wie mein Bett sind, würde ich es immer wieder dafür eintauschen, mit meiner Hängematte auf dem Boot zu schlafen.

unsere Boote

Sofabereich

Offener Liegenbereich

Wenn es dann mal geregnet hat wurden die Planen runtergemacht

Abends wenn wir schlafen gegagen sind

unseren kleinen Boote

Als es dann also wirklich losging, habe ich Sachen erlebt, die ich mir in meinem ganzen Leben nie erträumt hätte und die wirklich mein Leben verändert haben. Vielleicht hört sich das für euch jetzt ein bisschen komisch an, aber es ist wirklich so. Ich versuche euch so gut wie möglich zu zeigen, wie es dort ist und dass nicht alles wie in den Filmen ist, aber die Bilder können eigentlich nicht zeigen und erklären wie es wirklich ist. Aber ich hoffe es wird euch trotzdem gefallen.

Und jetzt mal die eigentlich interessantesten Sachen, was ich alles so erlebt habe.

Zuerst sind wir mit dem Boot zu einer Stelle gefahren, wo sich die Flüsse Rio Negro und Solimões treffen. Da der Rio Negro dunkleres Wasser und eine andere Temperatur als der Solimões hat, vermischen sie sich nur sehr schwer, weshalb sie sehr lange nur nebeneinander her fließen und sich nach längerer Zeit erst vermischen. An dieser Stelle sind die zwei unterschiedlichen Gewässer genau zu sehen, obwohl ich anfangs wirklich gedacht habe, dass es ein komischer Schatten ist. :D

Dann habe ich einen Ureinwohnerstamm namens „Sateré Mauwé“ besucht. Als wir angekommen sind wurden wir von kleinen Jungs empfangen die uns eine selbst geflochtene Krone gegeben haben. Dann wurden wir zu einer kleinen Hütte geführt in dem die Ureinwohner ihre Medizin und Pflegemittel herstellen. Danach ging es in eine große Hütte, in dem gerade ein Ritual durchgeführt wurde. Denn man muss sozusagen eine Aufgabe bestehen, wenn man vom Jugendlichen zum Erwachsenen werden möchte. Derjenige muss die Hand in einen sozusagen geflochtenen Handschuh stecken, in dem ganz viele Ameisen sind. Jedoch die „gefährlichen“, bei denen der Schmerz 48 Stunden anhält, wenn sie einen gebissen haben. Jedoch darf die Personen nicht anfangen zu weinen, nur danach wenn die Prüfung vorbei ist. Und wenn man bestanden hatte wurde mit allen zusammen in einem Kreis getanzt und gesungen. Danach sind wir in die Schule gegangen, wo sich einige Kinder vorgestellt haben. Dort gibt es genauso wie hier Unterricht am Morgen und Abend und mit 16 hat man die Schule dort sozusagen abgeschlossen. Zum Schluss hatten wir die Möglichkeiten einige Souvenirs zu kaufen. Es ist wirklich unglaublich was die Menschen dort alles mit Hand herstellen. Aber ehrlichgesagt machen die dort alles selber, die Häuser, die Klamotten, den Schmuck…

 

Gesundheitshaus

Ureinwohner

Schule

Schulkinder

Kleines Kind der Ureinwohner und ich

Alte Frau der Ureinwohner und ich

 Kleines Mädchen mit Gesichtsbemahlung

Selbsgemachter Schmuck

Außerdem sind wir seehr oft mit unseren kleinen Booten durch die Gegend gefahren um Affen oder Vögel zu sehen. Einmal haben wir uns dann auch auf die Suche eines Faultiers gemacht, was gar nicht so einfach war. Als wir dann eins entdeckt haben, ist der Mann der uns durch den Amazonas geführt hat in die Bäume geklettert und hat es aufs Boot gebracht. Ich hatte mir eigentlich gedacht, dass ein Faultier wenigstens ein bisschen süß ist, aber dass was ich in der Hand hatte war eher das Gegenteil. :D Aber ich kann sagen, dass ich ein Faultier in der Hand hatte und mit ihm geredet habe!

 

Das Faultier und ich

Früh morgens sind wir dann einmal super früh aufgestanden um zu fischen. Ich war eigentlich gar nicht mal so schlecht, aber einen Fisch habe ich trotzdem nicht gefangen. Die super netten Fische haben immer nur mein Fleisch gegessen und als ich die Angel dann fast aus dem Wasser hatte sind sie schnell wieder weggeschwommen. Aber die anderen haben auch nicht viel mehr gefischt, von daher war es nicht ganz so deprimierend.

Auch nachts mussten wir „an die Arbeit“ um Krokodile zu finden. Dann sind wir also wieder mit unseren kleinen Booten und jeder mit seiner Taschenlampe durch die Gegend gefahren und haben nach zwei leuchtenden Puntken Ausschau gehalten. Denn natürlich sind nachts nur die Augen zu sehen. Als wir dann eins entdeckt hatten, sind wir langsam hingefahren und unser Guide hat es aus dem Wasser geholt. Logischerweise war es kein Ausgewachsenes sondern ein kleines Baby Krokodil, wo ich aber ehrlich gesagt super Angst vor hatte und es fast frei gelassen hätte.

Das Babykrokodil und ich (später werde ich noch ein besseres Foto hochladen)

Einmal sind wir dann auch zu einer Familie gefahren, die eine Anaconda „im Garten“ hatte. Natürlich ist das kein Garten, aber da um die Häuser ja die ganzen Wälder sind, lebt die da halt. Eigentlich wollte er uns eine ganz Große zeigen, die ist dann aber leider abgehauen, heißt wir durften eine neugeborene Babyanaconda in unseren Händen halten. War auch mal ein anderes Gefühl, aber einzigartig!

Als wir mal freie Zeit hatten, haben wir uns oben auf die Sofas gelegt und geredet, gespielt, gelesen, Musik gehört oder geschlafen. Wenn geschlafen wurde, war es nur eine Phase wo jeder geschlafen hat. Denn sonst war eigentlich immer gute Laune und Musik auf unserem Boot. Wir hatten aber auch ein Banana Boat und ein Stand Up Paddle. Heißt wir sind auch geschwommen oder sind Banana Boat gefahren oder haben versucht, uns auf das Stand Up Paddle zu stellen und durch die Gegend zu paddeln. Ich hab es geschafft und ist auch gar nicht so schwer. All dies ist direkt im Amazonas einfach super toll! Als ich bei der untergehenden Sonne mit dem Stand Up Paddel unterwegs war und ich die Musik vom Boot gehört hab, konnte ich nicht glaube was ich gerade tue und habe einfach nur gehofft, dass dieser Moment nie aufhören würde!

Stand Up Paddle

Stand Up Paddle

Gerade war mal jemand müde :D

Einen Tag sind wir zu einem kleinen Strand gefahren, wo ich mal wieder super braun geworden bin, weil ich natürlich die ganze Zeit nur im Wasser war. Es war kein richtiger Strand, denn das ist im Amazonas nicht ganz möglich, aber man kann es so nennen.

Der Strand

Dann haben wir eine kleine Gemeinde namens Acajatuba besucht. Die Leute dort waren wirklich super nett und offen. Aber natürlich herrscht dort eine ganz andere Lebensweise, die für mich sehr schockierend war. Als ich zum Beispiel nur nach einer Toilette gefragt habe und sie danach gesehen habe, hätte ich fast angefangen zu schreien. Zwischen Hühnern und Katzen in einem fast zusammengebrochenen Holzhaus.. Als ich nach 5 Sekunden wieder zurück gelaufen kam, wurde ich nur komisch angeguckt, warum ich denn so schnell wieder gekommen wäre. Für die Menschen dort ist es total normal, aber es ist echt eine andere Welt. Was jedoch nichts über die Personen aussagt.  In dieser Gemeinde wurde uns die Schule gezeigt, die 5 Klassenräume und 2 Toiletten für ungefähr 170 Personen hatte. Jedoch wird versucht, alles nach und nach zu verbessern. Vor ein paar Jahren waren dort sogar nur zwei Klassenräume vorhanden, was für mich unvorstellbar ist. Auch die Schüler kommen von „weiter“ her. Der längste Schulweg eines Schülers dieser Schule ist 1 Stunde mit dem Boot. Danach wurde ein Fußballturnier für uns organisiert. Heißt ein Team der Jungs unseres Bootes gegen eine Mannschaft der Jungs der Gemeinde und das Selbe mit den Mädchen. Da war ich natürlich sooooofort zur Stelle. Nur leider hatte es vorher geregnet, weshalb der Platz eher mit einem Schwimmbad zu vergleichen war. Hat uns jedoch von Nichts abgehalten! Ich muss sagen, dass unsere Mannschaften wirklich etwas schlecht da gestanden haben, denn die Mannschaften aus der Gemeinde waren nicht schlecht. Aber für uns ging es hauptsächlich um den Spaß, auch wenn es für die Gemeinde schon viel bedeutet hat wenn sie gewonnen haben. Am Ende gab es dann noch ein kleines Fest und dann ging es nach einem aufregenden Tag auch wieder auf unsere Boote.

Kinder die uns erstaunt angeguckt haben als wir angekommen sind

Ein Haus der Gemeinde

Tanzaufführung in der Schule

Mädchenfußballteam der Gemeinde und der Austauschschüler

Ich nach dem Fußballspiel: hier sieht es vielleicht nicht so schlimm aus, aber ich habe mich wie ein Schlammloch gefühlt

Einen Tag sind wir dann zu einem Haus gefahren, was direkt im Wasser gebaut war, denn dort konnte man Pink Dolphins sehen und anfassen. Das hört sich jetzt vielleicht so an als wenn die dort nicht tierrechtlich gehalten werden, aber es ist das offenen Amazonasgebiet wo die die ganze Zeit rumschwimmen. Manche sind dann in der Nähe dieser Station und wenn deren Trainer sie dann ruft kommen die angeschwommen und man kann sie anfassen. Die Delfine sind vielleicht nicht gaaanz so süß wie man sich sie vorstellt, aber es war unglaublich. Denn als ich ihn gestreichelt habe, was gar nicht mal so einfach war hat es sich wie ein super weicher Luftballon angefühlt. Eigentlich kann man gar nicht beschreiben wie es sich angefühlt hat, aber ein bisschen wie glitschige und weiche Watte. :D

Pink Dolphin Haus

Pink Dolphin

Pink Dolphin

Pink Dolphin

Außerdem gab es dort noch ein Becken mir großen Fischen, wo ich leider den Namen vergessen habe. Aber dann haben wir uns eine Angel genommen, einen Fisch dran gehängt und dann sind die Riesenfische immer aus dem Wasser gesprungen. Für mich sah das ein bisschen wie Monster aus, denn wenn die einmal angebissen hatten, stand man da und wurde von den durch die Gegend gezerrt, weil di so stark waren. Eine Betreuerin hat dann sogar den Holzzaun gebrochen, weil sie nachdem der Fisch losgelassen hatte nach hinten gefallen ist :D

Hier waren die großen Fische drin

Dann habe ich noch das sogenannte „Mehlhaus“ besucht. Da wurde uns gezeigt wie sie Mehl machen und ein brasilianisches Gericht Tapioca.

Rad zum Mehl machen

Große Tapioca Pfanne

Mehlhaus

Als mal wieder nicht so viel Programm anlag, sind wir Kanu gefahren, wo ich super Angst vor hatte, denn das Kanu lag so tief im Wasser, dass immer Wasser reingekommen ist und wir es wieder rausschaufeln mussten. Spaß hat es aber trotzdem gemacht, auch wenn ich mich eine lange Zeit eher ausgeruht habe :D

Kanus

Zum Schluss jetzt das eigentlich Beste von allem wie ich finde. Wir haben einen Mann getroffen, der schon seit 46 Jahren mit seiner Familie im Amazonasgebiet im Wald lebt. Mit ihm sind wir in den Wald gegangen und er hat uns gezeigt wo er seine Medizin herbekommt. Denn er hat erzählt, dass er niemals Medizin im Laden kaufen würde. Was ich zum Beispiel gelernt habe, dass es unter der Rinde eines bestimmten Baumes eine sozusagen Masse gibt, die man mit Wasser vermischen muss und wenn man das dann trinkt, hilft es gegen Margenkrämpfe. Dann hat er uns gezeigt wie man Feuer macht und Blätter gezeigt wovon eins medizinisch und das anderen tödlich war. Wir haben natürlich nur das Medizinische probiert, denn bei dem anderen würde man von innerhalb 24 Stunden sterben, wenn man nicht behandelt werden würde.

Austauschschüler und Mann der uns durch den Wald geführt hat und gezeigt hat, was man wie als Medizin benutzt

 

Milch eines Baumes die zu Kaugummi gemacht werden kann

Heilfrucht

Das rechte Blatt ist ein medizinisches Blatt und das Linke wird einen umbringen

Dieser Mann ist wirklich bewundernswert und er lebt eine ganz andere Welt. Ich kann gar nicht erzählen was er uns alles beigebracht und gezeigt hat, aber es ist auf jeden Fall unvorstellbar, dass er so ein Leben lebt. Auch hat er uns Geschichten erzählt, die ich in meinem Leben nie geglaubt hätte, aber er hat es wirklich erlebt. Er und seine Familie sind Menschen, die ich niemals vergessen werde, denn sie haben mich wirklich beeindruckt!

Tiereskopf den der Sohn des Mannes selbst mit 14 Jahren erlegt hat

Holzfiguren die die Familie des Mannes selbst gebaut hat

Eine Nacht haben wir dann unsere Hängematte genommen und haben im Wald geschlafen. Nach dem Feuer machen, haben wir alle zusammen Gitarre gespielt und gesungen und danach haben wir uns in unsere Hängematten gelegt und versucht zu schlafen. Ich muss sagen, dass ich dort wirklich super gut geschlafen habe und morgens mit Affen und anderen Tieren wieder aufgestanden bin. Besser kann es doch nicht sein :-)

Ganz zum Schluss der Reise haben wir dann noch einen Baum gepflanzt, damit jeder von uns ein Stück von sich selbst im Amazonas hinterlassen kann. Dann ging es auch leider schon wieder nach Hause und ich hätte nicht gedacht, dass es mir so schwer fallen würde.

Mein Baum im Amazonas

Bevor alle wieder nach Hause geflogen sind haben sich nochmal alle 80 Austauschschüler und die Betreuer zusammengesetzt und ein bisschen über diese Reise geredet. Da wurde man schon sehr nachdenklich und hat sich gefragt warum man das alles erleben darf. Auch als man nochmal nur mit den Gruppen von den einzelnen Booten geredet hat, wurde mir klar wie dankbar ich sein muss und bin, dass ich diese Erfahrung machen darf, die mein ganzes Leben lang mit eine der Besten und Wichtigsten für mich bleiben wird. Auch mit den Austauschschülern, es war wie eine Familie und man konnte so viel teilen und Spaß haben, es ist eigentlich unvorstellbar.

Sonnenuntergang

Aussicht über den Amazonas

Sonnenuntergang

Wasserpflanze

 

Brücke über Rio Negro in Manaus

Mir hat diese Reise einfach gezeigt, wie unterschiedlich und gigantisch die Welt sein kann. Es hat mein Denken verändert und ich habe so viel gelernt, dass ich gar nicht weiß, wie es noch besser werden kann.

Und jetzt bin ich wieder zuhause, schlafe in meinem Bett, geh zur Schule und kann allen erzählen wie unglaublich Amazonas ist ♥

Jetzt habe ich leider nur noch 2 Monate in Brasilien und die Zeit vergeht wie im Flug. Heißt bald sehe ich schon alle wieder und kann euch noch mehr erzählen und noch mehr Bilder zeigen J

Hab euch alle lieb!

Mareike :-)

 

Dienstag, 07.04.2015

Rotarytreffen und Ostern

Da bin ich mal wieder :-) Eigentlich ist in letzter Zeit gar nicht mal so viel passiert, aber es gibt ja immer irgendwas zu erzählen.
Jetzt habe ich mittlerweile auch nur noch weniger als 100 Tage in Brasilien, die ich auf jeden Fall noch ordentlich genießen werde.

Soo, zuerst einmal wurde ich von einem Jungen der im August nach Belgien geht zu einem Churrasco eingeladen. Auch fast alle anderen Austauschschüler aus Cascavel waren da, sodass wir ordentlich was zu quatschen hatten und uns gut amüsiert haben.

Am selben Wochenende hat die Tochter meines Bruders ihren 6ten Geburtstag gefeiert, der hier wirklich total anders gefeiert wird. Erstmal gibt es einen Tisch voller Süßigkeiten und es gibt immer ein Thema, welches dieses Mal Cinderella war. Sie hatte alle ihre Freunde und Familie eingeladen und durch viele gemietete Spielzeuge für die Kinder, wie zum Beispiel ein großes Trampolin, wurde dann auch auch keinem langweilig.

Festsaal

Süßigkeitentisch

Heloisa und Ich

Meine Familie und Ich

Danach gab es zwei Rotarytreffen für mich. Einmal mit meinem Club, da sich jeden Monat in dem Haus eines Rotariers getroffen und Churrasco gegessen wird. Außerdem hatte ein Rotarymitglied Geburtstag, weshalb das sowieso ganz gut gepasst hat :-)

Mein Rotaryclub mit Frauen

Dann gibt es noch jeden Dienstag abend ein Treffen der Frauen, dessen Männer zu Rotary gehören. Meine Mutter geht dort sehr oft hin und hat mich deshalb letztes Mal mitgenommen. Das Thema war Ostern, weshalb viel über Kirche geredet und ein Abendmahl veranstaltet wurde. Danach gab es dann nochn ein Buffet und man konnte sich mit allen unterhalten.

Abendmahltische 

Osterdeko

Da Freitag ja ein Feiertag war hatten wir keine Schule. Wir haben hier keine Ferien so wie in Deutschland, stört mich aber ehrlich gesagt auch nicht sonderlich :D
Deshalb bin ich an diesem Freitag mit meiner Familie zu einem Motortreffen in der nahegelegenen Stadt Santa Helena gefahren. Ich hatte es mir irgendwie ein bisschen anders vorgestellt, aber es war trotzdem gut :D Denn eigentlich haben sich dort nur viele Motorradliebhaber und -fahrer mit ihren Wohnmobilen getroffen. Außerdem gab es eine Ausstellung mit vielen verschiedenen Wohnmobilen. Da mein Vater selber auch Motorräder hat sind wir mit ein paar Freunden dort hingefahren. Aber nur diesen Tag, da meine Eltern kein Wohnmobil haben, sich aber schon eins ausgesucht haben und das dann demnächst irgendwann kaufen werden.
Also haben wir dort dann Mittag gegessen und uns mit anderen Motorradfreunden unterhalten.

Wohnmobilausstellung

Das Wohnmobil was meine Eltern kaufen möchten

Der Saal wo wir gegessen haben (ist nur etwas leer, weil wir relativ früh da waren)

Sonntag habe ich dann mit meiner ganzen Familie Ostern gefeiert, was auch relativ anders ist. Hier gibt es ein Ostermittagessen und als Ostergeschenke gibt es große Schokoladeneier für jeden. Oder halt auch normale Schokolade.. Wir haben aber irgendwie keine Eier gegessen und sind auch nicht in die Kirche gegangen, was ein bisschen merkwürdig  für mich war :D

Meine Osterschokolade

Ostergeschenk von meinem Bruder und seiner Familie

Und so sieht das ganze dann Ostern in den Supermärkten aus. Es werden große Gestelle aufgebaut und wenn man dann einkaufen geht, hängen über dem Kopf die ganze Zeit die riesen großen Schokoladenostereier. Ich bin leider etwas zu groß, weshalb ich das ein oder andere Mal ein paar Schokoeier, die über meinem Kopf hingen, mitgerissen habe :D Aber war auch halb so wild :D

Das war es dann auch schon wieder und ich hoffe ihr hattet alle schöne Ostern :-)

Eure Mareike ♥

 

Montag, 16.03.2015

Abschied und neuer Anfang

Jetzt war mein normaler Alltag mit Schule und allem eigentlich schon wieder eingekehrt, aber da ich am 15. März meine Familie gewechselt habe, ist jetzt quasie nochmal alles wieder neu angefangen. 
Bevor ich meine Familie gewechselt  habe, habe ich mich mit meinen Freundinnen zum kochen, Fime gucken und Masken machen getroffen. 

USA, Frankreich, Deutschland, Meine brasilianische Mutter, Belgien

unsere schönen Gesichtsmasken

Danach habe ich dann einen zweiten Koffer gekauft, weil ich meine Sachen nie alle in einen Koffer kriegen würde :D Dazu auch noch gleich eine Tasche die ich später dann mit ins Flugzeug nehmen kann, da meine leider schon während dem Flug von Bremen nach Frankfurt kaputtgerissen ist.
Den Rest des Tages habe ich dann mit meiner Familie und meiner französischen Freundin verbracht. Wir haben Mittag gegessen und eine Freundin von meiner Mutter besucht. Danach haben wir noch ein Eis gegessen und am Ende des Tages einen Film geguckt. Dann musste ich natürlich noch meine Koffer packen, was dann doch etwas länger als geplant gedauert hat :D

Französin. meine Mutter und ich

An dem Tag an dem ich dann meine Familie wechseln sollte sind dann sozusagen noch mal zum Abschied meine Tante und meine Oma zum Essen vorbei gekommen. Und gegen Ende des Tages haben meine Eltern mich dann zu meiner neuen Familie gebracht. Ich war nicht wirklich aufgeregt, aber dann fängt sozusagen alles wieder von vorne an und du musst dich nochmal total umgewöhnen. Für mich ist das aber etwas Gutes, auch wenn ich sehr traurig bin meine alte Familie zu verlassen.

letztes Familienbild

Familienbild mit meiner Tante und Oma

Ich und unser Hund 

 

Meine gepackten Koffer

Meine neue Familie hatte ich vorher ja schon mal ein paar Mal getroffen. Es ist ein Ehepaar mit zwei Kindern die jedoch schon erwachsen sind. Eine Tochter und einen Sohn, der auch schon verheiratet ist und zwei Kinder hat. Außerdem hat meine ganze Familie zusammen eine Firma die Buchhaltungen führt, die direkt vor dem Haus ist. Heißt meine Eltern sind sozusagen immer zuhause, nur halt nicht in der Wohnung.

Mein neues Zuhasue (das Haus ist hinter diesem Gebäude, das ist die Firma meinerFamilie)

Küche

Esszimmer

Wohnzimmer

Wohnzimmer

Unser schönes Telefon, was wirklich funktioniert!

Balkon

Mein Zimmer

Mein Zimmer

Mein Bad

Mein Bad

Unser Pool auf der Dachterrasse

Ich hatte mich nach 1-2 Tagen schon eingelebt und hab alle schon sooo lieb gewonnen! Vorallem die Kinder von meinem Bruder sind soo knuffig und haben mich sofort als Familienmitglied aufgenommen :-) 

In meiner neuen Familie habe ich jetzt nicht mehr so einen langen Schulweg, nur noch 2 Minuten zu Fuß und vorher musste ich immer eine viertel Stunde mit dem Auto fahren. Jetzt darf ich Mittag auch endlich mal zuhause essen, wo es mir dann doch am besten schmeckt, denn immer im selben Restaurant, war dann schon irgendwann mal langweilig. Da hier fast jede Familie ein Putzfraun hat, hat diese natürlich auch eine. Aber die ist glaube ich für alles im Haus zuständig, heißt dass ich eigentlich gar nicht mehr viel zu helfen habe. Aber mir trotzdem immer was suche :D

Dann war ich letztes Wochenende auf einem Geburtstag meiner Freundin und Sonntag mit meiner dänischen freundin und meinen Eltern essen. Aber das muss ich erst mal ein bisschen erklären. Denn es war ein großes Gelände mit gefühlt 300 Menschen und dann musste man Eintritt bezahlen und das Eintrittsgeld wird dann für das Essen kaufen verwendet und der Rest wird für gute Zwecke benutzt. Zu essen gab es ein großes Buffet mit Salat, Hähnchen, Nudeln und Brot. 

Geburtstag

Großer Ofen in dem die Hähnchen gegrillt wurden

Schöne lange Schlange zum Buffett

Ansonsten haben wir in der Schule auch gerade Mottotage, die hier jedoch immer nur jeden Freitag sind. Das erste Thema war dann Hippie! :-)

 

Hoffe es geht euch allen gut in Deutschland und es wird langsam wieder etwas wärmer, was im Gegensatz zu meinem Wetter hier natürlich gar nichts ist. Denn wir haben jetzt Herbst und 25 Grad! :-)

Liebe Grüße ♥

Montag, 09.03.2015

Karneval und Veränderungen

Hallo ihr Lieben :-)

Für mich ist die Schule jetzt seit einer Woche auch mal wieder angefangen. Also heißt es wieder normaler Alltag, was ja auch nicht schlecht ist :-)

Aber zuerst gibt es noch ein paar Sachen die ich vor dem Schulbeginn unternommen habe. Zuerst ein mal war ja Karneval und den habe ich bei einer mexikanischen Freundin verbracht, die in einer 1 1/2 Stunden entfernten Stadt wohnt, namens Palotina. Dort sind wir dann zwei Tage zu den Karnevalsfeiern gegangen und danach bin ich noch ein bisschen länger geblieben, um etwas mit ihren Freunden zu unternehmen.
Dort war es so, dass es drei verschiedene Hallen mit Karnevalpartys gab und jede Halle hatte ein eigenes T-shirt und einen eigenen designten Becher. Mein T-shirt ist blau und mein Becher gelb. Abends sind dann alle mit dem Karneval T-shirt dahin gegangen, so dass alle gleich aussahen. Abends ging es dann noch in eine Disco wo sich alle drei Hallen getroffen und zusammen gefeiert haben. Es hat einfach super viel Spaß gemacht und ich habe wieder total viele neue Leute kennen gelernt, so wie eigentlich fast immer :D

Hier hatte ich mein T-shirt leider noch nicht gekauft

Karneval T-shirt von vorne

Karneval T-shirt von hinten

 Becher

Danach habe ich wie gesagt noch etwas mit meiner Freundin und ihren Freunden gemacht.

Ich und meine mexikanische Freundin

 

 

Meine Freundin, ihre Freunde und Ich

 

 

Freunde

Nachdem der Kurzurlaub dann vorbei war, war dann wieder Schule angesagt. Ich bin mit meiner alten Klasse ein Jahrgang hoch gegangen, aber für mich hat sich nicht wirklich was geändert, außer, dass jetzt alle Klassen ein geschlossener Jahrgang sind und alle in einem Raum Unterricht haben.

Dann habe ich letzten Dienstag meine Haare abgeschnitten. Vielleicht haben es schon viele gehört oder auch gesehen, aber ja :D 
Der Grund, dass ich meine Haare abgeschnitten habe war eigentlich nicht wirklich, dass sie mir zu lang waren oder sowas. Auf keinen Fall! Manchmal war es zwar schon nervig, aber mein Grund war ein anderer. Denn hier kann mein seine Haare abschneiden und dann an krebskranke Kinder spenden. Auch wenn es jetzt vielleicht kein Lebenswandel bringt, aber ich wollte Menschen helfen, die vielleicht  nicht so ein schönes und gesundes Leben wie ich haben. Wer weiß, vielleicht mache ich damit eines Tages nochmal jemanden mit glücklich :-)

So viel von meinen Haaren wird gespendet

Nachher-Vorher

Anfangs war es noch etwas komisch, aber jetzt mag ich meine kurzen Haare auch. Und wenn nicht, wenigstens habe ich etwas Gutes getan ♥

Dann habe ich letztes Wochenende noch einen kleinen Kurzurlaub mit meiner dänischen Freundin und ihrer Familie gemacht. Die haben nämlich ein Haus an einem Fluss. Es war wirklich Traumhaft, aber ein bisschen Sonne hätte auch nicht geschadet. Dafür haben wir Freunde der Familie besucht, die auch dort am Fluss ein Haus haben, haben Filme geguckt und sind im Regen schwimmen gegangen :-)

Der Fluss mit eigenem Steg

Der Pool

Jaa, sonst ist alles wie immer. Nächstes Wochenende wird dann auch schon wieder die Familie gwechselt und irgendwann gehts dann auch noch zum Amazonas aber das dauert noch ein paar Monate.

Jetzt bin ich ja schließlich auch schon 7 Monate hier und fliege bald schon wieder nach Hause. Aber über das nach Hause fliegen mach ich mir jetzt noch keine Gedanken. Denn bis dahin versuch ich noch so viel zu reisen wie es geht und alles zu genießen.

Liebe Grüße aus dem schönen Brasilien!

Mareike :-)

Mittwoch, 11.02.2015

Ein Traum des brasilianischen Nordostens

Soo, nach einer langen Reise bin ich auch wieder zuhause eingekehrt! 23 Tage Northeast Trip und ich kann immer noch nicht glauben dass es so schnell vorbei ging.  Es waren so viele und atemberaubende Eindrücke und ich habe noch nie so viele einzigartige Menschen auf einem Fleck getroffen. Mir war nicht bewusst, dass man in 23 Tagen so gute Freundschaften schließen kann und ich bin jetzt einfach nur noch traurig, dass wir alle wieder auseinander in unsere Städte gehen mussten. Aber ich werde auf jeden Fall versuchen so viele wie möglich zu besuchen.

Am 11. Januar hab ich mich auf den Weg zum Treffpunkt der Reise gemacht und bin einen Tag später auch in Sao Paulo angekommen. Von da aus ging es dann mit 52 Rotary Austauschschülern aus ganz Brasilien, 3 Belo Brasil Betreuern und einem Rotary Aufpasser zuerst einmal Richtung Rio.
Rio ist wirklich eine Stadt der Träume! Ich kann es kaum beschreiben.. Es ging zu Copacabana Beach, zum Zuckerhut, der Jesusstatue, dem Fußballstadion Maracanã, in eine Favela, zum Ipanema Beach, es wurde eine Stadtführung gemacht und natürlich gab es auch eine Funkstunde. Funk ist eine Tanz- und Musikrichtung hier, wo es eigentlich nur darum geht sein schönes Hinterteil durch die Gegend zu schwingen :D Diese Stadt muss man gesehen! Also alle die noch nicht da waren, kauft schon mal die Flugtickets. :D

Sonnenuntergang Copacabana

Favela

Favela

Aussicht Favela

In der Favela waren sehr viele prägende Sprüche an die Mauern geschrieben und dieser hat mich einfach am meißten mitgenommen..

Kind aus einer Favela

Copacabana Beach

Gondel zum Zuckerhut

Aussicht auf dem Weg zum Zuckerhut

Zuckerhut

Sonnenuntergang vom Zuckerhut aus

Aussicht

Jesusstatue

Jesusstatue und Ich

Fußballstadion Maracanã

In dem Fußballstadion (wenn es jemand erkennen kann waren wir sehr stolz und mussten leider nochmal zeigen, dass Deutschland 7:1 gegen Brasilien gewonnen hat)

Ich im Fußballstadion (ich muss noch dazu sagen, ich war glaube ich noch nie so stolz als in diesem Moment als deutsche in diesem brasilianischen Stadion zu stehen! Entschuldige Brasilien..)

Karnevalkostüme

  

Vor der Escadaria Selarón 

Ich auf der Escadaria Selarón

  

Gruppenbild

 

Candelária Kirche

Dann hieß es, 2 Tage lange Busfahrt in unserem Zuhause dem Doppeldeckerbus, die eigentlich immer recht witzig waren, da wir große Musikboxen hatten und mehrere Fernseher. Also hatte man immer irgendwas um sich die Zeit zu vertreiben. Aber über Nacht haben wir nicht im Bus geschlafen, dafür haben wir in Vitória angehalten und in einem Hotel geschlafen. Die Hotels oder Pousadas waren übrigens immer spitzenmäßig, besser hätte es nicht sein können.

Als wir in Porto Seguro/Arraial D’Ajuda angekommen sind waren wir natürlich ganz viel am Strand, haben eine Stadttour gemacht, sind in der Stadt rumgebummelt und haben Souvenirs gekauft. Am Strand waren wir in einer großen Strandbar, in der es eine große Bühne gab wo dann verschiedene Leute drauf getanzt haben :D Wenn ihr wüsstest wer und wie die getanzt haben! :D
Dann gab es noch eine Axé Tanzstunde und eine Party in unserer Unterkunft, die aber leider abgebrochen wurde, weil es einem Mädchen nicht so gut ging und dann umgekippt ist.

Kirche

Deutschland und Deutschland vereint

Bunte Häuser

Die bunten Bänder die im Hintergrund zu sehen sind, sind Armbänder die man hier kaufen kann und dann macht man drei Knoten und für jeden Knoten kann man sich was wünschen. Und wenn das Armband abfällt gehen alle Wünsche in Erfüllung. Diese Armbänder werden auch oft vor Kirchen oder woanders festgebunden, wie hier zum Beispiel.

Kirche

Beachclub "Axé moi"

Bühne mit Tänzern im Beachclub

Und schon ging es in die nächste Stadt, nach Salvador. Salvador ist für mich eine der schönsten Städte. Ich weiß nicht warum aber es hat mich einfach alles so inspiriert und es war unglaublich!
In Salvador sind wir dann mit einem Boot zu einer Insel gefahren, wo gesagt wurde, dass dort sogar der Präsident Urlaub macht. Dort haben wir einen ganzen Tag verbracht. Mit Picknick am Strand und allem was man sich vorstellen kann. Leider waren zu dieser Zeit auch viele krank sodass nicht jeder mit konnte, aber die die dabei waren haben es zu 100% genossen! Wir waren so gut wie alleine dort und ich hab es einfach nur genossen. Einzigartig war auch der Moment als wir auf unserem Boot saßen, natürlich immer und überall mit Musik, die Beine am Boot runterbaumeln lassen haben und uns den Wind um die Ohren wehen lassen haben. Da wurde man schon mal nachdenklich.. und dachte sich so ein Leben kann und muss man echt genießen und es gibt niemanden der es so erleben wird wie du. Und warum man selber eigentlich die Chance bekommen hat einen Austausch zu machen. In diesem Moment war ich einfach nur dankbar für alles was ich hatte und was ich erleben darf! ♥

Unser Boot was uns zur Insel gebracht hat

Insel

Insel

Gruppenfoto auf dem ich leider nicht drauf bin

USA, Kanada, Deutschland, Tschechien, USA - auf der Insel

USA, Kanada, Tschechien, Deutschland - auf der Insel

Deutschland, Tschechien - auf unserem Boot

  

Frauen die Karneval symbolisieren sollen

Innenstadt

Kirche

Ein Mädchen aus meinem deutschen Distrikt die auch gerade auf Northeastreise war und die ich dann in Salvador getroffen habe.

Danach sind wir in einen kleinen Nebenort gefahren um uns ein Schildkrötenprojekt anzugucken. Es war echt super interessant und ich kann nur sagen, dass Schildkröten jetzt meine Lieblingstiere sind :D Anschließend wurde wieder eine Stadttour gemacht und abends beim Abendbrot essen in einem Restaurant haben wir uns noch eine Tanzshow angeguckt.

Strand bei dem Schildkrötenprojekt

Schildkröte

Der nächste Ort war dann Recife. Wieder mit einem atemberaubenden Strand, wo dann auch erstmal eine Runde geschnorchelt wurde. Das war auf jeden Fall eins mit der besten Erlebnisse. Ich hatte sowas ja noch nie gemacht und dann mit den Fischen im Meer rumzuschwimmen und alles zu beobachten war schon was Neues! Nach einem Strandtag gab es wieder eine Stadttour. Ich muss sagen, dass die Stadttouren echt immer gut und interessant waren, aber auch anstrengend, weil bei den Temperaturen durch die Städte zu laufen, hat einen schon fertig und müde gemacht.

Ich in der Innenstadt

Tschechien, Deutschland, Mexiko, Mexiko

Ich beim tauchen

 

Deutschland, Tschechien

Die nächste Station war dann Natal. Dort haben wir soo viele atemberaubende Sachen gemacht. Zuerst einmal waren wir am „Praia do Amor“ wo ein paar Surfstunden gemacht wurden. Ich hatte vorher schon echt Schiss, weil die Wellen an den Stränden immer super stark sind und haben mich auch das ein oder andere Mal gut runtergezogen, aber ich meine Surfen muss man ja mal gemacht haben. Also hab ich mich dann aufs Surfboard geschwungen und nach ein paar Versuchen ging es auch echt richtig gut und ich stand auf dem Board. Wenn man das dann mal geschafft hatte, war man schon stolz, aber es war auch echt anstrengend und danach war ich echt müde. Aber es hat sich zu mehr als 100% gelohnt! Danach wurde ein Buggy Ride durch die Sanddünen und Sandsurfen gemacht. Ich habe noch nie so etwas erlebt was soo viel Spaß gemacht hat! Bei dem Buggy Ride waren immer 4 Leute in einem Auto. Das Auto war hinten offen, also konnten 3 hinten auf dem Auto sitzen und einer hat immer mit vorne gesessen.  Dann wurde natürlich immer durchgetauscht und zwischen durch wurde immer angehalten um Fotos zu machen. Beim Sandsurfen war ich mir erst nicht sicher ob ich es machen soll, weil es schon echt weh tut wenn man hinfällt. Aber ich habe mich überwunden und bin auch nicht hingefallen sondern in einer Tour durchgedüst! Eine der Wenigen!!! Natürlich wurde auch wieder schön viel Zeit am Strand verbracht und in der Sonne gebrutzelt, wo man jedoch aufpassen musste, weil die Sonne so stark war, dass man gefühlt verbrannt ist.

Tschechien, Deutschland, Mexiko, Mexiko - vor dem Buggy ride

Buggy Ride

Meine deutschen Freunde und Ich

Meine mexikanischen Freunde, meine tschechische Freundin und Ich

Strand "Praia do Amor"

Ich nach dem surfen

Meine tschechische Freundin und Ich

Im nächsten Ort, Maceió, war dann auch der letzte Strand, der nochmal richtig genossen wurde und wo wir alle nochmal Bananaboat gefahren sind. Das war auch echt witzig und hat super Spaß gemacht, aber wenn man dann mal runtergefallen ist hat es schon etwas wehgetan, aaaaber das wurde dafür auch in Kauf genommen :D

Altes Gebäude

Sicht auf Stadt

Tschechien und Deutschland ♥

In Lencois gab es dann keine Strände mehr, dafür aber super schöne Wasserfälle. Heißt wir sind zwei Tage gewandert und das Ziel war immer ein Wasserfall bei dem wir entweder eine Naturrutsche hatten oder Abhänge zum runter springen oder auch mal Farbe von Steinen mit denen man sich bemalen konnte. Ehrlich gesagt weiß ich bis jetzt noch nicht wirklich was diese Farbe war, aber es war auf jeden Fall witzig :D Zum Schluss hatten wir dann noch eine Capoeiratanzstunde. Das ist eine Tanz- und Kampfkunst aus Brasilien.

 Capoeiramusiker und Tänzer 

Aussicht von Berg

Ich auf Berg

Naturschwimmbad

Naturwasserrutsche

Naturschwimmbad (Wasserfall)

Tschechien, Deutschland, USA

Mexiko, Deutschland, Tschechien

Höhle

Und dann war der Trip quasi auch schon wieder vorbei. Denn den letzten Tag in Brasilia, der Hauptstadt,  wurde eine Stadtfahrt gemacht und zum Schluss wurde sich noch mal ordentlich verabschiedet, wo es mehr als genug Tränen gab, da sich echt jeder gegenseitig ans Herz gewachsen ist.. Aber es war auf jeden Fall eine der besten und aufregendsten Zeit, die niemand jemals wieder vergessen wird <3

Kathedrale

Kathedrale von innen

Gruppenbild vor Kathedrale

Templo da Boa Vontade

Templo da Boa Vontade von Innen ( in diesem Kreis musste man erst auf der weißen Spur bis in die Mitte gehen, stehen bleiben, nach oben gucken und dann auf der schwarzen Spur wieder zurück laufen. Danach ist man von allen Sünden befreit.)

Stadion

Mexiko, Deutschland - vor Stadion

Gruppenbild vor dem Stadion mit dem Busfahrer

Nationales Kongressgebäude

USA, Deutschland - vor dem Nationalen Kongressgebäude

Norwegen, Deutschland - vor dem Nationalen Kongressgebäude (nur für Carina :-))

Pálacio do Planalto

Deutschland, Mexiko, Tschechien 

vor dem Palácio do Itamaraty

 

Deutschland, Taiwan

Deutschland, Mexiko, Tschechien - bei der Verabschiedung

Und jetzt bin ich wieder Zuhause und der Alltag geht so langsam wieder los. Die Schule fängt aber erst am 23 Februar wieder an, heißt ich hab noch ein bisschen Zeit was mit Freunden zu machen und den ein oder anderen in einer anderen Stadt zu besuchen.

Außerdem war vor ein paar Tagen der Tag an dem es ein halbes Jahr her war, dass ich Deutschland verlassen habe. Ehrlich gesagt weiß ich nicht ob es viel oder wenig ist :D Aber mein Leben hier ist jetzt einfach wie ein normaler Alltag. Klar gibt es manchmal noch neue Sachen, aber ich kann jetzt normal durch die Stadt laufen und mich mit allen verständigen und auch irgendwo hinfahren ohne mich groß zu verlaufen :D So kann es auf jeden Fall bleiben und ich genieße es in vollen Zügen hier.

Jedoch muss ich sagen, dass ich bevor meinem Trip sehr starkes Heimweh hatte, so hatte ich es wirklich noch nie. Aber ich hab dann mit meiner Familie geskyped und danach hier mit meiner Mutter geredet, die mich dann nochmal ordentlich gedrückt hat und jetzt ist es auch echt wieder gut. Klar vermisst man Freunde und Familie, aber man muss alles genießen und später werde ich ja alle wieder sehen. :-)

Meine Gastschwester hier ist jetzt auch nicht mehr da, weil sie jetzt ein Jahr in der Nähe von München lebt. Die werde ich dann auf jeden Fall auch besuchen wenn ich wieder in Deutschland bin.

Ihr hört irgendwann mal wieder von mir. Lasst es euch gut gehen!

Hab euch alle lieb ♥

Eure Mareike

Freitag, 09.01.2015

Guter Jahresabschluss 2014

In der letzten Zeit war ich eigentlich nur unterwegs und es gab zahlreiche Feierlichkeiten. Jetzt ist es ja auch schon ein bisschen her, aber ich muss ja schließlich von vorne anfangen :D

Deshalb, zuerst einmal war Heiligabend! Ich bin aufgestanden und hab mit meiner Mutter und meiner Schwester morgens bis in den Nachmittag rein das Weihnachtsessen für den Abend vorbereitet. Das war eine schöne Ente oder Gans, weiß ich gar nicht mehr so genau :D Dazu Schweinefleisch, Salat und Reis. Zum Nachtisch wurden dann Früchte, Süßigkeiten, ein Jogurt-Ananas-Auflauf (sozusagen :D) ein Erdbeerschokoladenweihnachtsbaum (selbergemacht) und Panettone (ein traditionelles Weihnachtsgebäck oder auch Kuchen) gekauft. Nachdem wir damit dann fertig waren habe ich, wie traditionell jedes Jahr, „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel geguckt“. Dieses Mal im Internet, aber es durfte einfach nicht fehlen, wenn es schon nicht in Omas großer Stube war. Abends sind wir dann in die Kirche gegangen. Diese war eine Ukrainische, da ein Familienteil meines Vaters aus der Ukraine stammt. War auch mal was ganz anderes und ich hab einfach immer nur versucht alles nach zu machen, was die anderen gemacht haben.  Danach wurde dann der letzte Rest für das Weihnachtsessen vorbereitet und dann sind auch schon meine Tante, Oma und Cousine zum Essen gekommen. Dann haben wir alle zusammen gegessen und danach ist noch ein anderer Familienteil zu Besuch gekommen und wir haben alle den ganzen Abend draußen gesessen, gegessen und geredet :-)

Kirche von außen

Kirche von innen

Weihnachtsessen

Süßigkeitentisch mit Obst :D

Panettone

Nachtisch

Familie

Familie

Meine Familie unter sich hat sich keine Geschenke geschenkt, aber ich hatte für jede ein Geschenk gekauft wo sich auch jeder drüber gefreut hat :-)
Am ersten Weihnachtstag sind wir dann zu meiner Oma gefahren, wo auch wieder meine Tante und Cousine waren und da haben wir dann wieder alle zusammen gegessen. Dann war der Tag auch schon schnell wieder um und wir sind wieder nach Hause gefahren, da wir schließlich noch etwas vor uns hatten.

Nämlich Koffer packen für den Urlaub, der am nächsten Tag losgehen sollte. Zuerst ging es in die Hauptstadt meines Staates Paraná, Curitiba, wo wir in der Wohnung von einem Verwanden gewohnt haben, natürlich mitten in der Stadt in einem Hochhaus im 10ten Stock!
Heißt am zweiten Weihnachtstag sind wir, mit zwei Stunden Verspätung, um 8 Uhr losgefahren. Zwischendurch auf der Fahrt noch schnell angehalten und Mittag gegessen und dann waren wir um 4 Uhr auch „schon“ angekommen. Zuerst sind wir dann natürlich mal in die Wohnung und haben uns ein bisschen eingerichtet und danach ging es auch schon zum ersten Touristenpunkt der wörtlich leider ins Wasser gefallen ist. Aber das war auch nicht soo schlimm, da wir einen anderen Tag nochmal hingefahren sind. Schön war es trotzdem, auch wenn es geregnet hat :D Danach haben wir uns mit meiner Tante und ihren 4 Töchtern, die in Curitiba wohnen, in einer Shoppingmall zum Abendessen getroffen. Dann war ich auch ehrlichgesagt schon müde und es ging schnell ins Bettchen!


So schnell konnte ich gar nicht gucken, da war ich schon wieder aufgestanden! Fix gefrühstückt und erstmal zu einem großen günstigen Laden gefahren der alle Sachen hatte die man sich nur vorstellen konnte. Unser Grund war aber Winterklamotten für meine Schwester zu kaufen, denn die fährt jetzt im Januar mit Rotary für ein Jahr nach München zum Austausch :-) Als wir dann mehr oder weniger alles gefunden hatten gab es wieder ein bisschen was zu essen und danach sofort wieder los. Wir hatten ja schließlich einen straffen und engen Zeitplan! Denn nun wurden sämtliche Touristenpunkte abgeklappert: Botanischer Garten, Wire Opera House, ein anderer kleiner Park mit dem Namen Bosque Joao Paulo der Zweite und eine ukrainische alte Kirche!

Botanische Garten

von innen

Wire Opera House

von innen

Park

Ukrainische Kirche

Curitiba

 

Curitiba

Den nächsten und letzten Tag haben wir dann die ganze Zeit bei meiner Tante und ihren Töchtern verbracht. Am Schluss ist dann auch noch eine andere Tante mit ihren zwei Kindern, Mann und Schwiegermutter gekommen, sodass die kleine Wohnung auch schnell voll war.

Am nächsten Tag, meinem Geburtstag, bin ich dann aufgestanden, wurde von Geburtstagsglückwünschen meiner Familie begrüßt, und habe gefrühstückt. Dann ging es auf zum Strand! Dieses Jahr sollte es also der schöne Strand Bombinhas im Staat Santa Catarina sein.  Das erste Mal, das ich meinen Geburtstag mit warmen Temperaturen bei Ende 20 Grad und am Strand feiern würde. Zuerst standen wir jedoch leider im Stau, der sich nach einer sehr guten halben Stunde wieder aufgelöst hatte.

 

Dann sind wir also zur Wohnung, haben unsere Sachen ein bisschen ausgepackt und sind sofort zum Strand gegangen und sind ein bisschen im Atlantik geschwommen. Ich konnte es natürlich immer noch nicht glauben, dass ich an meinem Geburtstag am Strand war, da ich an diesem Tag normalerweise immer mit meiner ganzen Familie zuhause bin.  Abends saßen wir dann am Strand und haben Fisch zum Abendbrot gegessen und da meine Familie dem Ladenbesitzer natürlich erzählt hatte, dass mein Geburtstag war, habe ich erstmal ein freies Getränk meiner Wahl als Geschenk bekommen. Daraus  wurde dann ein eisgekühlter Cocktail aus roten Früchten! Da ich natürlich auch direkt am Meer war, bin ich nach Vorgaben meiner Familie 17 Mal über eine Welle gesprungen und bei jedem Mal habe ich mir dann was gewünscht. Ob die ganzen Wünsche alle in Erfüllung gehen, werde wir ja noch sehen :D Als wir wieder Zuhause waren hat ein super toller Kuchen und ein Geburtstagslied auf mich gewartet. Der Tag war einfach sooo schön, ich hatte noch nie so einen einzigartigen Geburtstag! Auf jeden Fall werde ich diesen Tag nie wieder vergessen, ich meine wer ist an seinem Geburtstag im Dezember schon in Brasilien am Strand? Außer mir :D

Mein Geburtstag am Strand

Dann ging also so richtig der schöne Strandurlaub los! Am nächsten Tag ging es morgens natürlich direkt zum Strand, der auch erst gegen 5 Uhr wieder verlassen wurde. Immer als wir im Meer schwimmen waren, wurde ich fast weggespült, da die Wellen soo stark waren, dass man echt schon aufpassen musste. Bei einer  gefühlten Flutwelle habe ich dann leider einen Krampf in der Wade bekommen und wer mich kennt weiß, dass meine Wadenkrämpfe äußerst außergewöhnlich sind. Außergewöhnlich stark und aufhören wollen sie dann auch nicht. Dann stand ich da also, hab wie immer fast angefangen zu heulen und stehen, geschweige denn laufen, konnte ich auch nicht mehr. Auf Portugiesisch erklären was ich hatte konnte ich auch nicht, Leute hatten  auch schon angefangen zu gucken, wusste niemand was er machen sollte und am Ende hat mein Vater mich einfach gepackt und aus dem Wasser gezogen. Irgendwann war es dann auch wieder vorbei, aber sehr schön war diese Erfahrung ehrlichgesagt nicht.  Am Ende des Tages hatte mein Bruder dann schon fast einen Ganzkörpersonnenbrand, da er sich geweigert hatte einzucremen. Der Rest der Familie hatte auch ein bisschen zu viel Sonne abbekommen, aber das war nun nicht soo schlimm. Ich bin auch gut davon gekommen, da ich sonst eigentlich nie Sonnenbrände habe, sondern eher direkt braungebrannt werde.. das war ich aber natürlich auch :D
Was mir erstmal am Strand aufgefallen ist, dass es keine Strandkörbe gibt, nur wegfliegende Sonnenschirme und 99 Prozent der Frauen tragen einen Bikini EGAL WIE ALT und haben dazu auch noch eine super Figur. Die Bikinis sind auch ein kleines Stück anders, nämlich ein kleines Stück knapper, aber ich bleib da lieber bei meinem Bikini :D
Was mir zudem noch aufgefallen ist, dass es in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester und auch noch danach, die ganze Zeit Feuerwerke gibt, weshalb ich an meinem Geburtstag auch ein schönes Feuerwerk aus dem Fenster anschauen konnte. Nach einer Weile jedoch war es dann auch nicht mehr so super. 

Dann war auch schon Silvester, leider ohne „Dinner for One“ und Raclette, aber dafür wie gesagt ja mit Strand und sommerlichen Temperaturen, um die Ende 30 Grad. Dann haben wir den Tag also wieder ein bisschen am Strand verbracht. Danach wurde Abendbrot gegessen, dieses Jahr war es dann also mit Reis, Salat, Fleisch, Farofa (das ist wie Paniermehl und wird zum Fleisch gegessen) und einem traditionellen Silvestereintopf. Zum Nachtisch gab es dann Brigadeiro (so ähnlich wie Schokolade). Dann hat sich jeder ein bisschen schick gemacht und ab ging es zum Strand. Dort waren zahlreiche Beleuchtungen, viele Leute, viel Musik und einfach nur gute Stimmung. Dann gab es wie auch in Deutschland einen Countdown und schon ging das Feuerwerk los, das auch erst nach gefühlt 15 Minuten aufgehört hatte. Nachdem ich mit meiner Familie angestoßen hatte und jedem ein „feliz ano novo“ gewünscht hatte bin ich dann mit meiner Schwester ins Meer gesprungen! Das werde ich auch auf jeden Fall nie wieder vergessen, wie eigentlich alles! Es war so einzigartig und so ein tolles Gefühl mal ins Neue Jahr zu schwimmen und einfach die ganze Zeit nachts am Strand mit Musik zu sein! Nach ein bisschen spazieren gehen und tanzen am Strand ging es irgendwann dann auch wieder in die Ferienwohnung dann habe ich noch mit Hanno telefoniert, was mich dann schon etwas traurig gemacht hat, da ich ja nicht bei meiner Familie sein konnte oder auch bei meinen Freunden. Genauso war es Weihnachten auch, aber das nächste Jahr ist ja alles wieder beim alten und diese Erfahrung mache ich ja nur einmal!

Silvesteressen

traditioneller Eintopf

Brigadeiro 

Abends am Strand

Die nächsten Tage wurden dann immer am Strand verbracht oder wir haben ein bisschen die Gegend erkundet.

 

Aussichtspunkt

 

Einen Tag sind wir dann auf einen hohen Berg gewandert, der es echt in sich hatte, da die Wege nicht gerade die besten waren und es schon ziemlich anstrengend war, aber es hatte sich gelohnt, wenn man dann mal oben war! Am gleichen Tag sind wir dann noch zu einem abgelegenen Strand gelaufen, wobei der Weg dahin auch nicht ganz einfach war, aber es war super witzig und ich meine Sport tut ja immer gut :D Der Strand war leider nicht so gut, deshalb sind wir auch, nachdem wir Fischer beim fischen zugeguckt hatten, wieder zum anderen Strand gegangen.

Morro do Macaco - den Berg den wir hochgewandert sind

die super Wege

Aussicht

oben angekommen

Dann war der Urlaub auch leider schnell wieder vorbei, obwohl ich eigentlich gar nicht mehr nach Hause wollte, aber es warten ja immer noch 23 Tage Northeast Trip auf mich, deshalb bin ich dann doch mit nach Hause gefahren :D

Also am nächsten Tag wieder alles zusammen gepackt, noch schnell Fisch für zuhause gekauft, da die Eigentümer der Wohnung Fisch verkaufen, und ab ging es wieder nach Hause.  Diesmal hatten wir leider noch mehr Stau.. Wir sind gegen 10 Uhr morgens losgefahren, standen dann fast 2 Stunden im Stau aber danach ging es dann relativ schnell. Trotzdem waren wir erst um 12 Uhr nachts zuhause…

Auf jeden Fall kann ich einfach nur sagen, dass diese Zeit viele neue Erfahrungen und Ereignisse mit sich gebracht hat und einfach nur einzigartig war. Ich bin so glücklich, dass meine Familie mich mit in diesen Urlaub genommen hat und hoffe auch, dass auch die Zeit die noch vor uns liegt super gut wird! :-)

In dieser Zeit, über Weihnachten, meinen Geburtstag und Silvester hab ich aber auch gemerkt, wie sehr mir meine Freunde und vor allem meine Familie fehlen. Manchmal war es schon echt schwer und ist es auch immer noch, denn normalerweise verbringt man diese Zeit immer mit seiner ganzen Familie zusammen und man kannte es ja auch nie anders, aber dieses Mal war dann doch alles anders und manchmal natürlich auch etwas komisch und ungewohnt. Da habe ich dann doch schon gemerkt, dass ich sogar die kleinsten und manchmal nervenden Angewohnheiten meiner Familie echt vermisse.. Dafür kann ich mich aber am Ende umso mehr freuen, wenn ich alle wieder sehen kann! ♥♥♥

Jetzt heißt es also wieder auf den nächsten Urlaub vorbereiten und Koffer packen!

Während meiner Reise hört ihr dann immer von mir, was ich gerade so mache und erlebe!

Sommerliche Grüße und nochmal an alle ein frohes neues Jahr :-)

(leider sind viele Bilder nicht so scharf, weil sie von der Kamera meiner Schwester sind und ich die verkleinern musste, aber ich hoffe ihr könnt es trotzdem erkennen) 

Dienstag, 23.12.2014

Weihnachtszeit und Sommerferien

Hallo mal wieder, aus dem warmen Brasilien :-)

In letzter Zeit ist eigentlich nicht sonderlich viel passiert, auch wenn wir gerade Sommerferien haben :D Das Wetter entspricht natürlich auch passend dem Sommer, super warme und lange Tage, weshalb ich leider nur sehr schlecht schlafen kann. Aber andere Tage dafür umso besser, denn nach einem sehr heißen Tag kommt meistens ein kalter Tag mit sehr viel Regen. So wechselt es immer hin und her.

Soo, ab nun bin ich eine echte Brasilianerin, denn jetzt habe ich meinen brasilianischen Ausweiß auch endlich mal. Nur leider ist der Polizei ein kleienes Missgeschick passiert, denn ich bin keine Brasilianerin sondern ein Brasilianer! :D Aber das stört hier keinen, also bin ich halt männlich und nicht weiblich :D

Vor mehr als einer Woche war ich mit meiner Schwester und meinen Freundinnen in einer Disco in meiner Stadt, denn an diesem Abend stand eine Funk-Party statt. Funk ist eine Musik- und Tanzrichtung hier in Brasilien, die nicht jedem gefällt, aber ich finde es ziemlich witzig :D Und um mir das dann mal schön anzugucken und vielleicht auch ein bisschen zu lachen bin ich da dann hin. Als dann alles vorbei war, sind wir noch schnell einen Burger essen gegangen, denn es war ja schon fast wieder Essenszeit. Von daher hat sich das gerade angeboten :D

Sonst hab ich mich viel mit Freunden in der Stadt getroffen oder meine Eltern hatten auch mal Freunde im Haus. Vor ein paar Tagen habe ich mich dann mit einer anderen Austauschschülerin getroffen, die nicht in meiner Stadt wohnt, aber gerade hier mit ihrer Familie Urlaub macht. Es ist immer sooo schön und interessant andere Austauschschüler zu treffen, denn man kann sich einfach so viel unterhalten, dass einem echt nie langweilig wird!

In letzter Zeit habe ich außerdem auch oft gewartet, denn meine Familie hatte mir vor ca 2 Monaten ein Paket aus Deutschland geschickt. Jedoch noch an meine erste Familie, die leider doch gerade im Urlaub sind. Und normalerweise dauert es auch "nur" einen Monat, etwas von Deutschland nach Brasilien zu schicken, wenn denn alles gut geht :D Dann hab ich also immer auf das Paket gewartet aber es kam und kam nicht. Dann bin ich vor ein paar Tagen mit meinem Vater in die Stadt zum Haus meiner ersten Familie gefahren, um mal nachzufragen, ob mein Paket da vielleicht irgendwo liegt. Die Frau meinte dann nein, aber vor ein paar Minuten war der Paketdienst da und ist mit einem Paket wieder weggegangen, aber sie wusste nicht ob das meins war. Also meinte mein Vater dann, dass wir einfach mal zur Post fahren. Als wir aber aus der Tür gegangen sind haben wir ein Paketauto von der Post gesehen. Da sind wir dann natürlich schnell hin, mein Vater mit der Hoffnung, dass meinPaket da ist. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben.. :D Als mir der Paketmann jedoch ein rotes Paket aus Deutschland in die Hand gedrückt hat, musste ich vor Freude so dolle anfangen zu heulen, dass mein Vater mich erstmal lachend in den Arm genommen hat :D Dann hatte ich also doch noch mein Paket bekommen! :-)
Was sich auch gelohnt hatte, denn drin war ordentlich viel deutsche Schokolade, Schmuck, Socken, zwei Karten, ein Kniffelspiel, ein USB-stick, ein Adventskalender für mich und meine Geschwister, Stifte und ein Lebkuchenrezept! Aber ehrlich gesagt, egal was drin gewesen wäre, seit dem ich hier bin, freue ich mich über alles von meiner Familie ♥

Die meiste Schokolade hatte ich leider schon nach ein paar Tagen aufgegessen..

Nachdem ich nach dieser Aufregung dann nach Hause gekommen bin, waren auch schon meine Tante und meine drei Cousinen zu besuche. Eine 5, die ander 10 und die Älteste 15. Das war auf Dauer vielleicht anstregend, aber auf jeden Fall auch super schön. Wir haben alle zusammen Filme geguckt, Volleyball gespielt oder sind auch einfach im Haus gewesen und haben Spiele gespielt oder gequatscht. Jede 10 Minuten hat dann immer irgendwer geheult, weil irgendetwas super schlimmes passiert ist, aaaaber es war auch echt witzig. Nach drei Tagen sind sie dann wieder nach Hause gefahren, aber wir werden sie auf jeden Fall noch mal besuchen fahren :-)

Leider bin ich auf allen Bilder ziemlich zerstört, weil ich gerade erst aufgestanden war, aber was solls :D Und meine kleine Cousine hatte auch noch nicht ihre super tolle Morgenphase beendet..

Meine 15 jährige Cousine

 

Meine 10 jährige Cousine

Meine gut gelaunte 5 jährige Cousine

Außerdem haben wir mal wieder meine Oma und meine Tante besucht. Diesmal war auch die Tochter meiner Tante da, die vor mehreren Jahren ein Jahr in Deutschland war. Deutsch haben wir jedoch nicht gesprochen, denn ihr Deutsch ist nicht mehr das Beste und ich bevorzuge auch eher Portugiesisch :D Dann hatte meine Oma also mal wieder schön gekocht, diesmal war es polnisches Essen und es war einfach mal wieder richtig gut! So wie ich das auch vom Essen meiner Oma in Deutschland kenne. Schöne Grüße an dich Oma :-) :D

Da es in ein paar Tagen in den Urlaub mit meiner Familie geht und danach zum Northeasttrip, musste ich nochmal ein paar Klamotten kaufen, die hier wie ich mal wieder bemerkt habe um einiges teurer sind. Aaaaber was soll man machen... Auf der Shoppingtour, die ich mit meiner Schwester und meiner Mutter gemacht habe, haben wir dann auch schonmal mein Geburtstaggeschenk gekauft. Schöne neue Havaianas (Flip Flops)! Ich muss zugeben, dass ich noch nie so schöne (und teure) Flip Flops, geschweige denn Havaianas hatte. 

Als ich dann von unserer Shoppingtour nach Hause gekommen bin, gab es wieder eine Überraschung aus Deutschland. Diesmal war es ein Brief. Ich dachte zuerst, dass dieser für meine Familie ist, aber als meine Mutter ihn dann geöffnet hat und ich die Schrift gesehen habe, wusste ich, dass es doch für mich ist :D Diesmal war es von Oma und Opa! Ich hab mich sooo darüber gefreut und natürlich gleich mal wieder angefangen zu heulen, denn mit Neuigkeiten aus Deutschland und von meiner Familie bin ich seit Neustem sehr sensibel :D Viiiiielen Lieben Dank nochmal an Omi und Opi ♥

Ansonsten ist die Weihnachtszeit in Brasilien eher nicht so weihnachtlich, aber es wird von Tag zu Tag mehr. In der Stadt ist auf jeden Fall Weihnachten angesagt, mit der Weihnachtsmusik und der ganzen Deko, aber zuhause eher weniger. Aaaber, das hält mich von keiner traditionell deutschen oder englischen Weihnachtsmusik ab, um mich in Stimmung zu bringen :D

Unser überaus giganitischer Weihnachtsbaum :D

Die Weihnachtszeit ist wie gesagt auch eine schöne Zeit, in der man gerne mal zunimmt. Ist ja nicht so, dass ich das sowieso schon tue, aber leider will das irgendwie nicht aufhören... Weiß ich auch nicht warum. In Brasilien ist das leider alles etwas schlecht organisiert, denn Weihnachten ist hier ja im Sommer, heißt dass man im Sommer dann meistens dicker ist, was für den Strand natürlich nicht so ideal ist und für mich sowieso nicht!!!!!!! Heißt ich habe jetzt noch 2 schöne Kilogramm dazubekommen, die die Gesamtgewichtszunahme dann auf 10 kg bringt.. Na herzlichen Glückwunsch! Eigentlich dachte ich jetzt ernsthaft mal, dass ich in der Phase angekommen bin, in der ich nicht mehr zunehme, aber gut. Anscheinend ist die doch erst etwas später :D Meine Klamotten freuen sich NICHT !

Naja, der Urlaub, natürlich mein Geburtstag, Weihnachten und Silvester kann trotzdem kommen! :-)

Ich wünsche euch allen schonmal wunder wunderschöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Ich melde mich dann ein Jahr älter und später mal wieder :-)

Maareike ♥

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.